dönüs - Leitbild

mudra wurde im Jahre 1980 durch ehemalige DrogenkonsumentInnen und StudentInnen  gegründet. Das Ziel und Aufgabe von mudra ist, Menschen mit Sucht- und Drogenproblemen durch bedarfs- und lebensweltspezifische Hilfsangebote zu unterstützen.


In Folge wurde 1995 die dönüs-Therapieeinrichtung als stationäre Fachklinik spezifisch für drogenabhängige Menschen mit Migrationshintergrund aus dem türkisch-orientalischen Kulturkreis aufgebaut. dönüs ist die einzige Entwöhnungseinrichtung für Suchtmittel- und Drogenabhängige in Deutschland, die ein entsprechendes zielgruppenspezifisches Behandlungskonzept verfolgt und verfügt damit über ein Alleinstellungsmerkmal. Der interkulturelle Aspekt stellt eine zentrale Leitlinie der Arbeit bei dönüs dar und bedeutet die Anerkennung von gesellschaftlicher Vielfalt und den wertschätzenden Umgang mit Diversität. Dies schließt eine kritische Auseinandersetzung mit Normen und Werten, die gegen demokratische Grundprinzipien verstoßen, ein.

Generalziel der Tätigkeit im Hinblick auf die Zielgruppe ist das Erreichen eines zufriedenen, selbstbestimmten und gelingenden Lebens. Dies steht im Einklang mit dem Konzept der Teilhabeorientierung der Kostenträger sowie dem der ICF der WHO.

Eine effektive Arbeit bei dönüs setzt die beständige Generierung von visionären Gedanken voraus. Es soll gelingen, drogenabhängige Menschen mit Migrationshintergrund zu befähigen, in der Gesellschaft ihren Platz zu finden, sich zu integrieren und ihnen Kompetenzen für ein Leben in Zufriedenheit und Selbstbestimmung zu vermitteln. In diesem Prozess stellt die permanente zeitgemäße Orientierung an den Anforderungen und Bedürfnissen der Zielgruppe und der Gesellschaft grundlegende Motivation dar (Kundenorientierung). Visionen wirken einer Stagnation entgegen, sind somit Katalysator für Fortschritt, Weiterentwicklung und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Die Behandlung bei dönüs gründet auf dem bio-psycho-sozialen Ursachenmodell für die Entstehung von Sucht und orientiert sich am aktuellen wissenschaftlichen Stand der Forschung.  Das Menschenbild der humanistischen Psychologie sehen wir als Basis unserer Arbeit. Im Kontakt mit den Klienten ist ein vertrauens- und respektvoller Umgang selbstverständlich. Zielgruppenspezifische Bedingungen (z.B. Herkunftskultur, Sprache, Religion) werden angemessen im therapeutischen Konzept berücksichtigt. Die Behandlungsmethoden sind interdisziplinär diversen anerkannten therapeutischen Schulen entnommen.

Die Qualität der Arbeit ist durch ein internes Qualitätsmanagement gesichert. Ein QM-Beauftragter sowie eine Steuerungsgruppe lenken den Qualitätssicherungs- und Verbesserungsprozess. Die Einhaltung der zugrunde liegenden Qualitätsstandards ist für Mitarbeiter/innen und Leitungskräfte verpflichtend.

dönüs-MitarbeiterInnen arbeiten im Rahmen ihrer Stellenbeschreibungen und Verantwortungsbereiche selbständig und mit ausgeprägtem Engagement. Ihre fachliche Kompetenz wird durch in- und externe Fort- und Weiterbildungen sichergestellt. Sie achten auf die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen, erkennen rechtzeitig die Grenzen der Belastbarkeit. Team- und Führungsprozesse unterstützen sie in diesem Bemühen.


Ein kooperativer, mitarbeiterorientierter, unterstützender und durch Klarheit geprägter Führungsstil schafft den Rahmen, ein hohes Maß an Mitarbeiterzufriedenheit zu erzeugen sowie Corporate Identity zu entwickeln. Mitarbeitergespräche mit resultierenden Zielvereinbarungen finden regelmäßig statt.

Erwartungen der Kunden (KlientInnen und MitarbeiterInnen) und deren Zufriedenheit werden ermittelt und dienen der Optimierung der erbrachten Dienstleistungen. Die Anforderungen der Kostenträger werden erfüllt. Ebenso werden relevante gesetzlichen Vorschriften (Hygiene, Arbeits-, Brand- und Datenschutz etc.) eingehalten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit ökologischen Ressourcen ist selbstverständlich.

Auf eine kontinuierliche und vielfältige Vernetzung und Kooperation mit Einrichtungen der Suchthilfe, Behörden und Institutionen, Arbeitgeber/n (Organisationen) und Bildungsträgern im Sinne der (Wieder)Herstellung der Erwerbsfähigkeit sowie mit Kostenträgern und weiteren Partnern wird großer Wert gelegt.

Das Leitbild wird im QM-Team mit allen Fachkräften entwickelt und abgestimmt.



Nürnberg, März 2014